Ralf im Interview bei RTL --- --- Ralf im Interview bei RTL.
Für das RTL-Fernsehen stand heute Ralf Göwert im Mittelpunkt. Freitag, 22. August 2008
Mehr Öffentlichkeit für eine unheilbare Krankheit
Ankum. Durch eine ungewöhnliche Ankumer Benefiz-Aktion zugunsten der "Aktion Benni & Co e.V" wurde eine Redaktion des Fernsehsenders RTL hinsichtlich einer schweren und unheilbaren Erkrankung im Kindesalter aufmerksam. Heute kam ein Team des Senders für mehrere Stunden nach Ankum, um mehr über das Leben mit dieser Krankheit zu erfahren.

Die DMD, die Muskeldystrophie vom Typ Duchenne, beginnt langsam. In den ersten drei bis vier Lebensjahren fällt sie nicht einmal auf und die betroffenen Kinder spielen und toben wie alle anderen Kinder auch. Doch dann zeigen sich langsam die ersten Zeichen einer Muskelschwäche, die Jungs werden beim Rumtoben immer schneller müde und irgendwann fällt das Gehen schwer. Meist im Alter vom etwa 12 Jahren muss dann bereits zwingend ein Rollstuhl her, weil es eben anders nicht mehr geht. Dieses aber ist nur eine der vielen schwierigen Stationen im Leben mit einer Krankheit, die stetig weiter voran schreitet.

 












 In Ankums Fischdiele:
 Das RTL-Fernsehen bittet Ralf Göwert um
 einige Worte.

Frank Bruns, Ankums "Fischdealer", hörte vor einiger Zeit von dieser Krankheit und er wollte mit einer spektakulären Aktion helfen. Gemeinsam mit dem Team der Ankumer Fischdiele nahm er sich vor, das längste Fischstäbchen der Welt zu braten und lud hierzu auch den Fernsehsender RTL ein. Die Redaktion musste jedoch bedauernd absagen, wollte nach den Recherchen über die Erkrankung DMD aber ebenso helfen und sagte ein späteres Kommen zu.
Derweil gelang der Weltrekordversuch in einem kaum glaubhaften Unterfangen. 4 Meter und 6 Zentimeter mißt nun das längste je gebratene Fischstäbchen. Der Erlös dieser Veranstaltung sollte dabei von Beginn an der "Aktion Benni & Co" zufließen.

Kompetente Informationen
sammelte das RTL-Team sodann bei einem Besuch in der Ankumer Kinderarzt-Praxis. Dr. Ansgar Möller opferte dafür gern seinen freien Nachmittag, nahm sich viel Zeit für Ralf, für die Familie und auch für ein Interview. Bei der Muskeldystrophie vom Typ Duchenne, stösst die Medizin nach wie vor an ihre Grenzen. Die Erkrankung ist noch immer unheilbar und die betroffenen Patienten, wie auch die Familien, müssen dem Sterben der jungen Patienten im jugendlichen oder im jungen Erwachsenalter entgegen sehen. Es braucht hier noch viel Forschung, wie sie gerade von der "Aktion Benni & Co" gefordert und gefördert wird. Dabei ist jede Hilfe willkommen und dringend nötig.

 












 In der Praxis des Kinderarztes:                   
 Wie können wir die Probleme den Zuschauern
 erklären ?

Die Aktion Benni & Co e.V.
ist ein Zusammenschluß von Eltern betroffener Kinder und vieler Förderer aus dem gesamten Bundesgebiet. Hauptzweck des Vereins mit Sitz in Bochum ist es, Gelder zur Förderung der Therapieforschung zu sammeln. Denn angesichts der Tatsache, dass "nur" etwa 2500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland unter dieser Erkrankung leiden, ist der Forschungsdrang der Pharmafirmen oder anderer Forschungsstellen wenig ausgeprägt. Die Gelder müssen also privat besorgt werden und da helfen Aktionen wie jene der Ankumer Fischdiele immer wieder.

Das RTL-Fernsehen
blieb unterdessen der Zusage treu und kam heute zwei Mann stark nach Ankum. Dabei war schon vorab mit dem "Fischdealer" besprochen worden, an mehreren Orten zu drehen. Doch nachdem RTL-Reporter Jan Spekker und Kameramann Jens Saathoff erstmals durch Ankums historische Kulisse der Ortsmitte gefahren waren, kam ein weiterer Drehort hinzu. "Das ist ja richtig schön hier", meinten sie, beide übrigens waschechte Ostfriesen.

Kurze Absprachen
und dann ging es los. Für das Fernsehen Szenen drehen, natürlich immer auch aus mehreren Einstellungen, dieses oder das bitte noch einmal.
"Wir sind gar nicht da", meinten dabei die Profis und wünschten sich Natürlichkeit. Dieses stets sehr humorvoll und in einem kurzen Moment für alle lachend eine Szene abdrehend. Sehr wohl Herr Bruns... "Doch das war nun der falsche Sender... aber alles kein Problem". RTL hatte für dieses wichtigte Thema reichlich Zeit mitgebracht.

335 Euro hatte der Erlös aus dem Verkauf des längsten Fischstäbchens eingebracht und Ankums Ralf Göwert, eines der von der Erkrankung DMD betroffenen Kinder, nahm den übergrossen Scheck vor laufender Kamera entgegen. Beim Kurzinterview gab sich Ralf dann wieder so, wie wir ihn auch schon aus einer Sendung mit dem Regionalsender Radio Maiburg kennen.

Nun aber ab ins Dorf
und Eis essen. Denn Ralf meinte, in Ankums Eiscafe gibt es das beste Eis weit und breit. Der Kameramann suchte Perspektiven, durchweg beeindruckt vom Artländer Dom, aber dieses zwischen den ständig vorbei fliessenden Strassenverkehr... Es war nicht so einfach Ankums Ortsbild einzufangen. Ein Gang durch die Arkaden der Kirchburg, dass musste aber noch sein.

 













 Ralf meinte: Hier gibt es das beste Eis weit
 und breit. RTL drehte und probierte.

Kaffee und Kuchen in der Drehpause
gab es, nachdem alle Beteiligten daheim bei der Familie Göwert einkehrten. Kamera und Ton standen erst einmal in der Ecke, dafür nun Erzählungen auf beiden Seiten. Jan Spekker stammt aus Laer und Jens Saathoff von Wangerooge. Kaffee und Tee trinken beide aber beide auch anders. Um Fahrräder und eine Studentenwohnung in Oldenburg ging es auch, Ralf genoss unterdessen die verdiente Auszeit.
"Ich gehe schon mal hoch"
sagte der junge Mann bald darauf und liess sich vom Freund seiner Schwester die Treppe zu seinem Zimmer empor tragen. Dort nämlich stand bereits ein Scheinwerfer, dort sollte es nun mit dem "Dreh" weitergehen. Computer, Legos, LKW-Sammlungen, Poster an der Wand. Einfach ein normales Jugendzimmer. Das Team des Fernsehsenders stellte die Lichteinstellungen der Kamera neu ein, aber wir konnten leider nicht länger bleiben.

 













 Daheim in Ralfs Kinderzimmer angekommen:
 Wir haben Zeit, erzähl mal!



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